Veranstaltung » Einstein Kultur - Theater Musik Wort Bild.

ABGESAGT: Boulangerie

11. Oktober 2014, Halle 4, 20:00 Uhr

Eintritt: EUR15.00 Ermäßigt: EUR10.00

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Die Veranstaltung musste aus technischen Gründen leider abgesagt werden.

Das Boulanger Trio gehört zu den besten deutschen Klaviertrios und spielt regelmäßig in den renommierten Konzerthallen. In der „Boulangerie“ kombinieren die drei Musikerinnen jeweils einen Trio-Klassiker mit dem Werk eines zeitgenössischen Komponisten, der selbst zu Gast ist und mit dem sie über seine Arbeit sprechen – im Oktober mit Dieter Ammann.

Im Zentrum steht dabei nicht die trockene, musikwissenschaftliche Analyse der Werke, sondern ein spannendes, persönliches Gespräch über die Musik. Dieter Ammanns zeitgenössischer Komposition wird ein Stück des klassischen Repertoires gegenübergestellt, das für den Komponisten eine persönliche Bedeutung hat. Zum Ausklang des Abends wird der Dialog zwischen Künstlern und Publikum in Halle 3 in netter Atmosphäre  fortgesetzt.

Programm:
Ludwig van Beethoven (1770-1827): Variationen über Wenzel Müllers Lied "Ich bin der Schneider Kakadu" op. 121a
Dieter Ammann (*1962): Après le silence (2005)

Dieter Ammann, Komposition
Karla Haltenwanger, Klavier
Birgit Erz, Violine
Ilona Kindt, Violoncello

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Das Boulanger Trio gründete sich Anfang 2006 in Hamburg. Klassische und romantische Musik sind dem Ensemble ebenso wichtig wie die Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Kammermusik. "Unwiderstehlich" bezeichnete "Die Welt" eine Aufführung des Boulanger Trios, und Wolfgang Rihm schrieb in einem Brief: "So interpretiert zu werden, ist wohl für jeden Komponisten ein Wunschtraum." Regelmäßige Auftritte führten die drei Musikerinnen in das Konzerthaus Berlin, die Cité de la musique Paris, die Wigmore Hall London, die Berliner Philharmonie und zu renommierten Festivals wie dem Heidelberger Frühling, den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker und dem Schleswig-Holstein Musik Festival. Wichtige Lehrer und Mentoren des Ensembles waren u. a. Hatto Beyerle, Ferenc Rados und Alfred Brendel.

Dieter Ammann wurde 1962 in Aarau geboren; er wuchs in einem musikalischen Elternhaus auf. Nach der Matura ergriff Ammann das Schulmusikstudium an der Akademie für Schul- und Kirchenmusik Luzern; parallel dazu absolvierte er einige Semester an der Swiss Jazz School in Bern (Hauptfach: Kontrabass). Danach war er einige Zeit als Musiker im Bereich improvisierte Musik/Jazz tätig. Anschließend folgte ein Studium für Theorie und Komposition an der Musikakademie Basel (Roland Moser, Detlev Müller-Siemens), gefolgt von Meisterkursen bei Wolfgang Rihm und Witold Lutoslawski. In den 90er-Jahren verlagerte sich Ammanns Schwerpunkt hin zur Komposition. Seine minutiös ausnotierte Musik steht im Spannungsfeld zwischen höchster Differenziertheit und roher Vitalität. Für seine Orchester- und Kammermusikwerke erhielt er zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen wie den Hauptpreis am internationalen Kompositionswettbewerb der IBLA-Foundation New York (in honour of Luciano Berio), Franz Liszt-Stipendium der "Weimar Kulturstadt Europas"-Stiftung, 1. Preis "young composers in Europe" Leipzig, Förderpreis für der Ernst von Siemens Musikstiftung. Unter den Interpreten seiner Werke befinden sich das Ensemble Intercontemporain, Klangforum Wien, Mondrian Ensemble, seine Orchester- und Ensemblestücke werden dirigiert von Pierre Boulez, Jonathan Nott, Susanna Mällki, Silvayn Cambreling, Peter Rundel u.a. Im Jahr 2003 war er composer in residence am Davos Festival, 2009 am Festival les muséiques Basel. 2010 wurde er in dieser Funktion vom Lucerne Festival eingeladen, als fünfter Schweizer Komponist in der Geschichte des Festivals. Ammann ist Professor für Theorie/Komposition an der Musikhochschule Luzern und doziert an der Abteilung Jazz der Hochschule der Künste Bern.

Bildrechte: Felix Broede