Veranstaltung » Einstein Kultur - Theater Musik Wort Bild.

Duelle mit Spiegelbildern

12. Mai 2017, Halle 2, 20:30 Uhr

Eintritt (VVK): EUR7.30 Abendkasse: EUR8.00

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Anstelle einer Unterwerfung von Hasen und anderen Europäern

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Am Vortag des Eurovision Song Contest 2017 in Kiew treffen sich die ukrainische Autorin und Journalistin Tania Maljarchuk und die Münchner Politphilosophin und Lyrikerin Mara-Daria Cojocaru zu einer Lesung und Diskussion in den Kellergewölben des Einstein Kultur und erzählen unter dem Motto „Anstelle einer Unterwerfung von Hasen und anderen Europäern“ davon, wie sich persönliche und politische Beziehungen in Krisenzeiten, urbane Selbstverständigung und Utopie hier wie dort verschränken und was Gesellschaften in der postfaktischen Zukunft zusammenzuhalten vermag.

Tania Maljartschuk ist Journalistin und Novellistin und stammt aus der Ukraine, wo sie an der Nationalen Wassyl-Stefanyk-Universität studiert und unter anderem für den Fernsehsender Kanal 5 in Kiew gearbeitet hat. 2004 erschien ihr erstes Buch „Endspiel Adolfo oder eine Rose für Lisa“, 2006 folgte „Von oben nach unten“, 2009 der Erzählband „Neunprozentiger Haushaltsessig“ und 2013 ihr Roman „Biografie eines zufälligen Wunders“. Zuletzt verschränkte die Autorin mit ihrem Erzählband „Von Hasen und anderen Europäern“ in spannenden, harten, intellektuell subtilen Geschichten persönliche und politische Ebenen: Frauenleben in Kiew und Beziehungswirklichkeiten, Zerrissenheit zwischen Neigung zu Europa und Zwangsbeziehung zu Russland. Seit 2011 lebt sie in Wien.

Mara-Daria Cojocaru ist Politphilosophin und Lyrikerin. Sie ist in Hamburg geboren und hat in München an der Ludwig-Maximilians-Universität Politikwissenschaft, Theaterwissenschaft und Recht studiert und promovierte 2011 mit einer Arbeit zur politischen Philosophie. Sie ist heute Dozentin für praktische Philosophie an der Hochschule für Philosophie München. Es trieb sie auch immer wieder zu Forschungen ins Ausland, unter anderem nach Sheffield, Südafrika und USA. Zusammen mit Michael Reder, Monika Betzler und Julian Nida-Rümelin veröffentlichte sie unter anderem Schriften „Zur Praxis der Menschenrechte“, zur „Zukunft der Demokratie“ und zur „Ästhetik und Kunstphilosophie“. 2015 war sie Finalistin beim Literarischen März in Darmstadt. 2008 erschien ihr erster Lyrikband „Näherungsweise“ in der Lyrikedition 2000. Ihr zweiter Gedichtband „Anstelle einer Unterwerfung“ erschien im Herbst 2016 bei Schöffling & Co.


Eine Veranstaltung der Karin-Struck-Stiftung e.V. mit Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München und des Vereins Bayern liest im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Duelle mit Spiegelbildern“. Unter dem Motto „Das Private ist das Politische“ lädt diese Künstler*innen ein, die im Sinne von Karin Strucks kritischer Attitüde mit den Mitteln der Sprache und anderen Kunstgenres in Lesungen und Performances Gender und Gesellschaft global aufs Korn nehmen und Duelle und Debatten mit gesellschaftlichen Spiegelbildern in Gang setzen.

www.karin-struck.de